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IG Metall Geschäftsstelle Singen



Bildungszeit

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03.07.2017 IG Metall Baden-Württemberg zieht positive Bilanz zum Bildungszeitgesetz und erwartet Bekenntnis der Landesregierung - Bisher 6000 Seminar-Teilnehmer

Der Start ist vielversprechend: Dort, wo Beschäftigte davon Kenntnis erlangen, wird das Bildungszeitgesetz auch genutzt - so lautet das Zwischenfazit des IG Metall-Bezirksleiters Roman Zitzelsberger nach zwei Jahren Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg. "Eine steigende Zahl an Beschäftigten nimmt an den Bildungsangeboten der IG Metall und anderer Anbieter für politische und berufliche Weiterbildung sowie zur Qualifizierung für ein Ehrenamt teil. Davon profitieren die Teilnehmer, aber auch die Gesellschaft als Ganzes."

Seit Einführung der Bildungszeit zum 1. Juli 2015 haben Beschäftigte im Südwesten die Möglichkeit, sich einmal im Jahr für 5 Tage unter Fortzahlung ihrer Bezüge beruflich, politisch oder für ein Ehrenamt in Verbänden und Organisationen weiterzubilden. Die IG Metall Baden-Württemberg hatte sich gemeinsam mit dem DGB und weiteren Bündnispartnern für ein solches Gesetz eingesetzt. Das eigens dafür gegründete "Büro für Bildungszeit" in Esslingen organisiert allein rund 120 Seminarangebote der IG Metall Baden-Württemberg.
Zwischenzeitlich zählt die IG Metall circa 6000 Teilnehmer an Seminaren der politischen Bildung. Hinzu kommen zahlreiche Beschäftigte, die bei anderen Organisationen ihr Recht auf Bildung und Qualifizierung in Anspruch genommen haben.

Schwerpunkte der IG Metall-Seminare sind die Beteiligung von Arbeitnehmern an der Gestaltung ihrer Situation in Betrieb, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Mitbestimmung in Deutschland. Hinzu kommen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Nachhaltigkeit sowie Migration und Integration, die auch im Fokus der Landesregierung liegen. Ferner bietet die IG Metall Seminare zur Tarifpolitik sowie wichtigen industriepolitischen Herausforderungen an - etwa zur Zukunft der Automobilindustrie.

Angesichts der angekündigten Überprüfung des Gesetzes durch die Landesregierung erklärt Zitzelsberger: "Wir erwarten von Grün-Schwarz ein klares Bekenntnis zur Bildungszeit. Vor dem Hintergrund rechtspopulistischer gesellschaftspolitischer Tendenzen wird das Gesetz immer wichtiger. Wer daran die Axt anlegt, begeht einen großen Fehler und macht sich nicht nur die Gewerkschaften zum Gegner."
Die geplante Überprüfung dürfe auf keinen Fall dazu führen, dass die Inanspruchnahme eingeschränkt wird. Vielmehr müssten die zuständigen Stellen das Bildungszeitgesetz verstärkt offensiv bewerben, da mangels Kenntnis noch zu viele Beschäftigte die Chance auf Qualifizierung ungenutzt verstreichen lassen.
Konkret erwartet die IG Metall vom Gesetzgeber: Das Gesetz darf nicht verschlechtert oder gar abgeschafft werden. Der Schwerpunkt der Überprüfung sollte darauf liegen, Hindernisse zu beseitigen, damit die Chancen des Gesetzes noch besser genutzt werden können. Zudem sollten bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. Dazu gehören: die 8-wöchige Anmeldefrist beim Arbeitgeber, Seminar-Ablehnungen ohne nachvollziehbare Begründung sowie unzureichende rechtliche Möglichkeiten, um sich gegen solche Verweigerungen vor Seminarbeginn wehren zu können.

Letzte Änderung: 05.07.2017


Adresse:

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Telefon: +49 (7731) 8738-0 | Telefax: +49 (7731) 8738-50 | | Web: www.singen.igm.de

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